Klimaprotest November

„Wir müssen wieder politische Menschen werden!“

Bereits zum 8. Mal versammelten sich am Samstag, 9. November, in Waidhofen an der Ybbs Bürgerinnen und Bürger aus der Region, um für eine bessere Klimapolitik zu demonstrieren. Besondere Gast war dieses Mal Katharina Rogenhofer vom Klimavolksbegehren.

Trotz widriger Wetterverhältnisse fanden die engagierten Waidhofnerinnen und Waidhofner pünktlich um 11:15 Uhr wieder am Viaduktparkplatz zusammen. Mit neuen und schon altbewährten Liedern im Gepäck marschierte der Demonstrationszug über die Mühlstraße und den Unteren Stadtplatz zum Freisingerberg. Katharina Rogenhofer, deren Vater ursprünglich aus Waidhofen stammt, ist nicht nur das Gesicht des Klimavolksbegehrens, sondern auch eine der Gründerin von fridaysforfuture. „Im November 2018 habe ich Greta Thunberg bei der Klimakonferenz in Katowice kennengelernt. Da wurde mir klar, dass es wichtig ist, dass wir uns wieder als politische Menschen begreifen, die Verantwortung für die Zukunft unserer Gesellschaft tragen“, so Rogenhofer. Moderatorin Elisabeth Austaller pflichtete ihr bei: „Auch nichts Tun ist Politik!“

Wenn wir nicht drei Mal am Tag, sondern drei Mal im Jahr Fleisch essen, wenn wir nicht zehn Mal im Jahr, sondern einmal in zehn Jahren fliegen, dann macht das einen klimarelevanten Unterschied! Wir müssen es nur tun!“

Andreas Fluch, Konradsheim

Stimmen aus der Protestbewegung unterbrachen die Rede von Rogenhofer. So forderte Andreas Fluch aus Konradsheim alle Menschen aus der Region auf, konkrete klimaschutzwirksame Taten zu setzen. „Ich selbst habe nicht die Energie, eine Klimademo zu organisieren. Aber mitgehen, eine Stunde am Samstag, das ist wirklich nicht schwer, das können Tausende in Waidhofen!“ Und: „Wenn wir nicht drei Mal am Tag, sondern drei Mal im Jahr Fleisch essen, wenn wir nicht zehn Mal im Jahr, sondern einmal in zehn Jahren fliegen, dann macht das einen klimarelevanten Unterschied! Wir müssen es nur tun!“

„Auch nichts Tun ist Politik!“

Elisabeth Austaller, Waidhofner Klimaproteste

Auch Karin Schauppenlehner wies in ihrem Statement daraufhin, dass der Konsum von immer mehr Produkten die Klimakrise anheizt. Das Schild „Seit wann ist genug nicht mehr genug?“ untermauerte ihre Aussagen. Eine Vision aus dem NEKP der Wissenschaft zitierte Hermann Wagner: „Im Jahr 2050 ist der materielle Wohlstand der Österreicherinnen und Österreicher zwar gesunken, die Lebensqualität aber erheblich gestiegen!“ Peter Harlacher machte in seinen Ausführungen klar, dass der Protest nicht nur von jungen Menschen, sondern quer durch alle Altersgruppen getragen wird. „Lassen wir uns nicht in Jung und Alt spalten – wir alle tragen Verantwortung für die Lösung der Klimakrise und jeder Einzelne muss etwas tun!“ Zivilgesellschaftliches Engagement, das versucht, die politischen Rahmenbedingungen zu verändern und konkrete individuelle Verhaltensänderungen müssten dabei Hand in Hand gehen.

Am 7. Dezember wird zum nächsten Klimaprotest aufgerufen, wo das Thema Mobilität im Fokus stehen wird.

Forderungen

1. Planbare progressive ökologische Steuerreform bei gleichzeitiger progressiver Entlastung des Faktors Arbeit. Einführung einer CO2-Steuer.

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