1. Forderung

Die Steuern auf Arbeit sind momentan zu hoch, die auf Umweltverschmutzung und Energieverbrauch zu niedrig. In einer ökologischen Steuerreform könnte man beides korrigieren: Schrittweise und planbar soll z.B. die Nutzung des Privat-Pkw jährlich durch eine Erhöhung der Mineralölsteuer jährlich um bspw. 5 Cent pro Liter unattraktiver gemacht werden. Gleichzeitig sollen Öffis Jahr für Jahr billiger werden und auch am Land viel öfter fahren. BürgerInnen, die sich ökologisch wünschenswert verhalten, sollen das auch durch positive Effekte im Geldbörserl spüren – jene Menschen, die auf Kosten der Allgemeinheit das Klima weiter erhitzen, sollen dafür merklich mehr bezahlen müssen.

Durch höhere Energiesteuern wäre es möglich, die Steuern auf Arbeit radikal zu verringern.

Der Wirtschaftswissenschaftler Karl Aiginger forderte im Herbst 2016 bei Wirtschaft 2050 bspw. eine Halbierung der Steuern auf Arbeit – gegenfinanziert durch höhere Abgaben auf Energie und Luxusprodukte. Wenn Arbeit nicht mehr so hoch besteuert ist, wird es plötzlich auch wieder wirtschaftlich interessant Dinge zu reparieren, gewisse Arbeit mit der Hand anstatt mit Maschinen zu betreiben oder Produkte selbst herzustellen – alles Dinge, die helfen, das Weltklima nicht noch weiter zu erhitzen.

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