Wir sind hier, wir sind laut, …

… weil man uns die Zukunft klaut!

Mit mehr als 10 000 Menschen demonstrierten wir vergangenen Freitag unter diesem Slogan bei der bis jetzt größten „Friday for Future“-Demo in Wien gegen die Klimapolitik der österreichischen Bundesregierung. Es war ermutigend zu sehen, mit welcher Entschlossenheit, Zielstrebigkeit und Kreativität junge Menschen für eine lebenswerte Zukunft eintraten und von den politischen Entscheidungsträgern wirksame Maßnahmen für die Erfüllung des 2°-Klimaziels einforderten. Es schien als loderte in vielen Jugendlichen schon längst ein Feuer, das an diesem Freitag mit aller Kraft zum Vorschein kam und auf viele andere ansteckend wirkte. Wir haben erkannt, was die wichtigste Frage für unsere Zukunft und unser Zusammenleben sein wird und stehen mit viel Kraft und Enthusiasmus dafür ein. Kein faules Schulschwänzen – damit lassen wir uns unsere Forderungen und unseren Einsatz nicht verniedlichen!

„Wir machen erst wieder unsere Hausaufgaben, wenn ihr eure macht!“, lautete das ironische Angebot der Schülerinnen und Studentinnen an die österreichische Politik. Es war aber gleichzeitig auch die Ankündigung, so lange freitags auf die Straße zu gehen, bis das Pariser-Klimaabkommen erfüllt wird. Mit den Waidhofner Klimaprotesten gibt es ab April auch in der Region Demonstrationen für eine ambitionierte Klimapolitik der Regierung. Es ist erfrischend, dass auch bei vielen Waidhofnerinnen die Sensibilität für die Thematik geweckt ist und ein Zeichen für unsere lokalen politischen Vertreter, aktiv zu werden. 

Der Apell an Kurz, Köstinger und Co, endlich entschlossen zu handeln, war jedenfalls klar. „Bruder Basti, Bruder Basti, schläfst du noch?“, fragten tausende Demonstranten lautstark das umgedichtete Kinderlied singend vor dem Bundeskanzleramt – viel Zeit bleibt ihm nicht mehr, endlich aufzuwachen.


Von

Georg Wagner

Student und Organisator des Waidhofner Klimaprotests